EINE EINLADUNG ZUM ERLEBEN
KUNSTHANDWERKLICHER TRADITION MIT ZUKUNFT.
Sich auf das Wesen der Dinge konzentrieren und freudig die eigene Welt
erfinden - so entstehen bei uns in kunsthandwerk-lichen Kleinserien jene
knuffigen Holzfiguren, welche die Werkstatt Björn Köhler mittlerweile
über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt gemacht haben.
Deutlich unterscheiden sich die hölzernen Geschöpfe aus unserer
Manufaktur vom traditionellen Formenschatz erzgebirgischer Volkskunst
und tragen dennoch die Tradition in sich. In dem ehrlichen Bekenntnis
zum Kunst-Handwerk findet, wie schon bei Generationen vor uns, die
wesentliche und formbildende Arbeit an der Handdrechselbank statt. Somit
gleicht kein Stück vollkommen dem anderen und es entstehen Solisten, die
zusammen dennoch ein unverwechselbares Ensemble bilden. Ausgehend von
den natürlichen Möglichkeiten des Materials - wir verarbeiten
ausschließlich einheimische Hölzer - gilt unsere besondere Liebe dem
Fichtenholz. Es verlangt ein hohes Einfühlungsvermögen vom Drechsler,
belohnt aber bei souveräner Verarbeitung mit einer unverwechselbaren
Textur. Das kann man den wunderbaren Geschöpfen ansehen. Denn die klare,
charakteristische Gestalt unserer Figuren lebt von jener eindrucksvollen
Maserung des Holzes und der hohen Verarbeitungsqualität.
Ganz gleich ob lustige Weihnachtsmänner, freche Kobolde oder unsere
großen und kleinen Krippenfiguren - sie alle basieren auf gedrechselten
Grundkörpern, die durch viele Hände und mit unterschiedlichem Werkzeug
in ihre endgültige Form gebracht werden. Durch eine aufwändige
Oberflächenbehandlung entsteht im Anschluss jene angenehm weiche
Anmutung, die man sehen und in der Hand spüren kann. Am Ende bekommen
die kleinen Originale auf ihrer Unterseite noch das Firmenzeichen der
Werkstatt Björn Köhier eingebrannt, als unverwechselbares Zeichen ihrer
Herkunft
Die Bemühungen um ein eigenständiges Design und die sorgsame Pflege des
traditionellen Kunsthandwerks wurden in den letzten Jahren mit mehreren
Auszeichnungen anerkannt, u.a. 1995, 2001 und 2004 mit dem Designpreis
„Tradition & Form" des Verbandes erzgebirgischer Kunsthandwerker
Lassen Sie sich also auf den folgenden Seiten inspirieren - wir wünschen
Ihnen viel Freude beim Betrachten und Auswählen.
DER ZAUBER EINER FIGUR KOMMT VON IHRER GESTALTUNG ODER DEM
MATERIAL, AUS DEM SIE GEFERTIGT WURDE.
ODER BEIDEM.
Bjoern Koehler ist gelernter Drechslermeister und er hat den Beruf von
der Pike auf gelernt. Doch handwerklich gut gemachte Produkte allein
machen den heutigen Erfolg seiner Werkstatt nicht aus. Von Anfang an
reizte ihn die Herausforderunq - eine eigene Kollektion zu entwerfen,
aus der Verbindung von traditionellem Handwerk und Gestaltungsansprüchen
der Gegenwart.
Mit der Weihnachtskrippe gelang ihm damit 1991 der Durchbruch. Es
folgten putzmuntere Weihnachtsmänner, später auch Kobolde und grüne
Männlein. Erdacht am Zeichentich und immer wieder in ungezählten
Entwürfen aus Holz an der Drechselbank verfeinert, liegt in dem auf
Knappheit bedachden Ausdruck der Figuren ihr wunderbarer Reiz verborgen.
ANFANGS SIEHT MAN NUR EIN STÜCK NATUR.
AM ENDE ALLES, WAS MAN SICH SCHON IMMER GEWÜNSCHT HAT.
Atemlose Hektik sucht man hier vergebens. Und das
ist gut so,
denn bereits das Aussuchen der einheimischen Hölzer und Ihre
wohlklimatisierte Lagerung und langsame Trocknung vertragen
keine Eile. Diese Konzentration auf das Wesentliche findet sich
in der Werkstatt von Björn Köhler auch in den weiteren
Fertigungsschritten wieder, wie z.B. beim Zuschnitt der Kanten
oder dem Aussägen erster Konturen aus den als Bretter
vorbereiteten Hölzern.
EIGENTLICH IST DRECHSELN GANZ EINFACH. MAN MUSS NUR DAS IM
HOLZ LIEGENDE GEHEIMNIS FREILEGEN.
In der Werkstatt riecht es nach
Holz und das Summen der Drechselbänke sowie das Geräusch von der
Arbeit des Eisens im Holz liegt in der Luft. An den Drechselbäenken
entstehen zunächst aus vorgefertigten Vierkanthölzern, deren Kanten
gebrochen wurden, mit „Schruppröhre" und Meißel einfache Walzen. Aus
diesen werden nun die entsprechenden Formen gedreht - Kugeln, Bäume
oder verschiedene Körperteile für die späteren Figuren. Eine unkonzentrierte
Handbewegung und das Stück ist verdorben. Hier entscheiden allein
Augenmaß und Kunstfertigkeit über die Perfektion. Und es sind mehr
Frauen als Männer in der Werkstatt zu sehen. Wahrscheinlich hat das mit
ihrer Geduld zutun.
ES BEDARF EINER MENGE TALENT UND ERFAHRUNG, UM DAS VON DER
NATUR GESCHAFFENE. SO UNWIDERSTEHLICH ZU MACHEN.
Für das Zusammenfügen der gedrechselten Einzeiteile gibt es
auch im 3. Jahrtausend hier in der Werkstatt kein Fließband.
Dafür konzentriert arbeitende Menschen, die augenscheinlich ihr
Handwerk mit Freude tun. Stück für Stück werden beispielsweise
die einzelnen Segmente des „Blattwerkes" der Palme für die
Weihnachtskrippe nun wieder zusammengesetzt und mit dem Stamm
zum Baum verleimt. Dabei muss die Zeichnung der Maserung genau
passen und keine Unsauberkeit darf die Schönheit des fertigen
Stücks trüben. Mit dem gleichen Anspruch werden natürlich auch
die anderen Figuren des Sortimentes gefertigt. Besser kann man
es nicht erklären, was in den Zeiten von Automaten und Computern
den Begriff Handarbeit wirklich ausmacht.
AUS DER EINFACHHEIT DER FORM UND EINER MEISTERLICHEN
VERARBEITUNG ENTSTEHT DER STILLE REIZ DER FIGUREN.
Noch haben die verleimten Rohkörper nicht jene weiche
Oberfläche, die so typisch für die Figuren aus der Werkstatt von Björn Köhler ist. Also wird - je nach Art der Ausführung
- zunächst gebeizt, mit einer speziellen Grundierung erstmalig
lasiert und wiederum von Hand geschliffen. Mit geübten
Handgriffen, feinem Sandpapier und Geduld entsteht so die
Grundlage für den späteren Feinschliff. Dieser erfolgt erst nach
einer weiteren Lasur mit Wachs oder Lack und bringt die
feinfühlig geschliffenen Formen endlich zum strahlen.